Grandson.
Bereits Adrian von Bubenberg schrieb in der Nähe von Grandson Geschichte. Für uns reicht’s bloss zu einer Geschichte… nämlich dieser: Mit strahlend blauem Himmel und einer Windprognose, die leichte Bise ankündigt, so empfängt uns der Dienstag. Gut geschlafen? Ja, super geschlafen, danke. Ist ja auch schön und ganz schön ruhig hier. Croissants von Tinet und Kaffe von Bialetti und es fühlt sich an wie richtige Ferien irgendwo.
Bereits um 10 Uhr lösen wir die Leinen, eine halbe Stunde später steht der Gennaker. Den See müssen wir bloss mit ein paar fischenden Rentnern teilen und so langsam nimmt Nordwind dank zunehmendem Nordostwind Fahrt auf. Genüsslich und erwartungsfroh cruisen wir so ans obere See-Ende, drehen vor dem prominent am Ufer trohnenden Schloss ein paar Ehrenrunden und legen schliesslich im Hafen von Grandson an. An Backbord liegt nachbarschaftlich eine HR 36 mit Heimathafen Hauterive. An Steuerbord liegen zwei 44-Fuss-Regattaboote im güldenen Kleid mit Crews, die sich vom Tagestraining erholen. Wie wir später herausfinden, handelt es sich um je eine Auswahl aus Estland und Portugal, die hier für den im 2022 geplanten „Gold Cup“ der „Star Sailors League“ trainieren. Alles in allem widerfährt uns so ein (auch optisch) durchaus gelungener Empfang.
Als Apéro-Programm gönnen wir uns nach einem kurzen Spaziergang durch das hübsche, alte Städtli gleich noch den Besuch im Château de Grandson. Während rund einer Stunde erkunden und bestaunen wir das sehr gut erhaltene Schloss aus dem 13. und 14. Jahrhundert. Und wir lernen endlich Otto den Ersten kennen, wer kennt ihn nicht? Dem/der sei ein Schlossbesuch wärmstens empfohlen. Tomatenrisotto und Rotwein im nordwindigen Cockpit füllen die Mägen, eine Hafenspaziergang in der blauen Stunde prägt den Abend und grad gar nix könnte besser sein.
Und was Adrian von Bubenberg mit Alan Roura verbindet, diese Geschichte wird morgen erzählt. Dran bleiben, stabil bleiben, olmahoi.


Unter Gennaker voraus. 
Otto I von Grandson. 



Goldene Abendstimmung.