Nöschseetörn #8

Fendergirls, Kreuzzug, Portalban. Wala.

Und immer wieder geht die Sonne auf… mit der ersten Brise Bise und Eintreffen der Fendergirls (Version erweitert) hellt sich die, den meteorologischen Gegebenheiten entsprechend etwas eingetrübte, Stimmung blitzartig auf. Fehlerfrei biegt die mehrfach verdiente und unendlich geschätzte olmahoi-Frauschaft Sile und Christine um die Ecke und nimmt Kurs auf Nordwind. Mit von der Partie ist heute auch Fendergirl XS: Frölein Ana. Sie scheint allerdings zu Beginn wenig begeistert über dieses Vorhaben. Ist auch verständlich, schliesslich ist sie aus dem Kleinkinderschwimmkurs posttraumatisch belastet. War auch ein sehr kreativer (aber leider minderbegabter) Värslischmied, der sich in einem Liedli die Worte „Sturm“ und „Boot um“ für einen mässig dichtenden Reim aussuchte. Aberäbe. Gutes Zureden und nachdrücklich-gefühlvolles Über-die-Reling-aufs-Schiff-ziehen-stossen hilft in diesem Fall. Bald schon fühlt sich Ana auf der Nordwind fast wie zuhause. Die Paprika-Chips unterstützen diesen Prozess offensichtlich! Es folgen ein paar flockig-leichte, vergnügte Plauder- und Spielstunden an Bord. Ana jedenfalls scheint das Trauma überwunden zu haben und mehr noch: Getti meint sogar ein begeistertes Leuchten und den Wunsch, selber einmal ein Fendergirl zu sein, in ihren Augen erblickt zu haben… oder so. Wie auch immer, am frühen Nami zieht es unsere Bord-Freundinnen ins Resti und uns hinaus aufs Wasser. Herzdank für eure Heimsuchung, ihr seid immer willkommen; und eigentlich wissen wir gar nicht, wie das ohne euch an Bord funktionieren kann.

Kurz nach dem Auslaufen aus dem Hafen müssen wir exakt dies allerdings schleunigst herausfinden. Denn die Bise hat erfreulicherweise zugelegt, so dass nichts gegen einen Kreuzzug nach Portalban spricht. Rasch ist das Reff 1 im Gross eingebunden und die Fock ausgerollt. Nach einer Abschiedsrunde für die Fendergirls nehmen wir Kurs Richtung Nordost. Dieser Schlag macht mächtig Spass, mit knapp 5 Knoten Fahrt kreuzen wir flott über den leeren See. Grossartig! Pünktlich vor Portalban flaut der Wind etwas ab, wir bergen die Segel und finden gegen 18 Uhr Schutz im Hafen. Das Anlegen am „nackten“ Stegkopf benötigt ein wenig Kreativität, schliesslich bietet unsere HR aber ein sicher vertäutes Nachtquartier. Ein gepimptes Taboulé Marocain aus der Cucina bildet einen leckeren Abschluss eines weiteren wundervoll-stimmigen Tages auf dem Nöschsee. Wir sind dankbar für so vieles, was uns heute widerfahren ist.

Morgen werden wir die Segel zum letzten Schlag hissen. Wer dabei sein möchte, sei zum Weiterlesen herzlich eingeladen! Nicht aufgeben, stabil bleiben und hoppdebäse olmahoi.

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