Dernière nach Chevroux.
Und dann? Leider Flaute ohne Aussicht auf Besserung und überhaupt, zuviel des Guten wäre sowieso mehr als genug. Auf dem letzten Schlag unserer Segelreise gönnen wir unserer üppigen Segelgarderobe eine Pause und lassen uns vom Volvo Penta die paar Kilometer in den Heimathafen schieben. Das macht heute grad überhaupt rein gar nix. So legen wir – nach neun Tagen, und öppe 150 kreuz-und-queren Kilometern im Kielwasser – wieder am Steg Nummer 14 in Chevroux an. Den Rest-Dienstag verbringen wir noch mit einigen Reparatürlis und der Retablierung von Nordwind und Ausrüstung. Und nach dem dritten Aufstieg in den Masttop leuchtet jetzt auch wieder ein Ankerlicht dort oben. Gut so, denn dieses Licht schafft neue Möglichkeiten. Vor allem diese, legal beleuchtet vor Anker zu übernachten. Noch haben wir nicht jeden Winkel des Sees erkundet und ein Nöschseetörn Volume 2 ist durchaus denkbar.
Mit einiger Skepsis sind wir vor neun Tagen aufgebrochen, die grosse Weite, der gewaltige Raum, den wir auf dem Meer bereits erleben und geniessen durften, schon mal präventiv vermissend. Auf dem Neuenburgersee haben wir allerdings eine andere, überraschend-stimmige Magie gefunden, liessen uns es birebitzeli von ihm verzaubern. Auf dem eigenen Boot die gute Nähe zu entdecken, im Kleinräumigen neue Horizonte zu finden und das Ganze auch noch mit uns lieben Menschen teilen zu dürfen, das war schon eine ganze Menge an Gutem. Wir sagen danke und geben gern zu: mit Nordwind auf dem Nöschsee haben wir grad so öppis wie unseren ganz persönlichen, kleinen Ozean gefunden. Gut, oder? Bis die Tage, olmahoi.

Hafenbier im Du Port zu Chevroux. 
Endlich eine Leuchte im Masttopp. 
Big Skipper is watching you. 
Chevroux, Hafenpanorama Ost.