Marc en Landroute nach Athen.

Anreise von Bern per Zug über Milano nach Bari – da gibt’s wirklich sehr feine Orecchiette! – und weiter per Fähre nach Patras, von ebenda nach Galaxidi (mit Besuch in Delphi, wo ich auf das Orakel hoffte. Ihr Stein war da, aber Sybille selbst nicht – also musste ich ohne Beorakelung weiterziehen), Diakopto, von wo ein Zahnradbähnli ins peloponnesische Högerland getschutterlet ist. Das Schluchtige, Bergige war eine schöne Abwechslung zur Küste – und die paar Grad kühler taten auch ganz gut. Und weil diese paar Grad kühler nicht schon beim Blinzeln Schweissperlen evozierten, musste ich unbedingt ein paar Schritte wandern, genau genommen die halbe Bahnstrecke talwärts den Gleisen entlang. Ja, das gehört sich so auf dieser fussgängerischen Betätigung. Blöderweise habe ich mich nicht genau um die Distanz und Zeit gekümmert, sodass ich mehr laufend als gehend die Streckenmitte suchte. Ich kam zeitig vor dem Zug an, mit dem dann ich entspannt talwärts rollen durfte.

Kleine Orte erlauben, sich rasch zu orientieren, die Übersicht zu haben. Hier und dort der Suppermarkt, da und dort ein Supperbeck, dann noch eine Bar, ein paar Beizen, gut. Und da vorne das Meer. Da spaziert man in der Badehose hin, hüpft hinein, setzt sich hin, schaut, bleibt, geht nochmal rein oder heim. Gäbig, oder?

Anders ergeht es mir nun in Athen – diese Stadt ist ein Moloch. Viel, laut, schnell. Alles zu fast jeder Zeit. Zu viel, zu laut, zu schnell. Anstrengend. Was ist in der Umgebung? Wo soll ich essen? Wir lange fahre ich da hin, wo ich hin will? Wo geh’ ich einkaufen? Wo ist das Zentrum? Gibt es sonst noch Ecken, die zu besichtigen wären? Hop on/Hopp off Bus – wo steig man ein? Ist das Lokal hier gut zum Essen? Was sagen die Bewertungen? Sollte ich doch lieber das andere Lokal besuchen? Mit Google und seinen Maps geht das ja recht gäbig, nur klebe ich dann fast zu oft an diesem kleinen Bildschirm. Tourismus by Smartphone.

Gestaunt habe ich, als ich in Diakopto in einem Restaurant in die Küche geführt wurde und man mir gezeigt hat, was gekocht wird. Gefreut hat mich meine Intuition, in Patras ein Fischresti anzusteuern, weil es gut aussah. Vielleicht probiere ich das hier auch nochmal aus. Weil: das Meer ist dort, wo die Sonne untergeht, änefür die Stadt. Wala und olmahoi.

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