Nöschseetörn #5

Hauterive.

Der Freitag ist eigentlich rasch erzählt. Aus Südwesten nähert sich eine Kaltfront und die wetterlichen Aussichten für Samstag sind auch nicht besonders sexy. So lösen wir um 11 Uhr in Esta die Leinen und lassen uns in nordöstliche Richtung breezen. Klappt zu Beginn ganz flott, mit guten 13 Knoten Wind rauschen wir an Chevroux vorüber, dann wird’s flautig, viel Geduld und feine Händchen an der Pinne sind jetzt gefragt. Die letzten paar Meter kommt dann halt noch der Diesel zum Einsatz. Jänusode.

Pünktlich zur Apérozeit legen wir im Hafen von Hauterive längsseits an, vertäuen Nordwind sturmsicher an der Bretterwand. Immerhin, die Törn-Logge zeigt seit Chevroux rund 75 versegelte Kilometer an. Darauf lässt sich anstossen! Wenig zu feiern gibt es in Hauterive in Sachen Infrastruktur. Die Duschen werden um 22 Uhr abgeschlossen, das Hafenresti scheint etwas abgehoben. Sicherlich sind das Luxusproblemli. Vor allem, weil der ein paar Kilometer seeabwärts gelegene, baugleiche Hafen von St. Blaise eigentlich alles bietet, was wir benötigen. So pilgern wir nach dem zNacht mit Abwasch und Duschtüechli zur Konkurrenz und sind uns einig, dass wir künftig in dieser Ecke des Sees wohl den Hafen in St. Blaise heimsuchen werden.

Aber heute bleiben wir wo wir sind. Denn am Samstag wollen wir von den Pfahlbauern über die Steinzeit ins Mittelalter segeln und natürlich wieder zurück in die Gegenwart. Denn schliesslich hat sich noch Besuch aus Biel angemeldet! Auch darauf freuen wir uns und harren der anrollenden Kaltfront in der gewohnt unvergleichlich stabilen und doch geschmeidigen Art… öppe so. Bis morgen, olmahoi.

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